Auffahrunfall: wer trägt die Schuld?

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Ist der Auffahrende immer schuldig?

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, wenn man als Auffahrender seine Unschuld nicht beweisen kann, ist man so gesehen direkt schuldig. Teilweise wird dem Auffahrenden dann die ganze Schuld zugesprochen. Der Bundesgerichtshof bezog sich hierbei auf einen älteren Fall und musste eine Revisionsverhandlung durchführen, da der Schuldige mit dem Urteil des Landgerichts nicht zufrieden war und Einspruch einreichte.

Es ging hierbei um eine Motorradfahrerin, die einem Transporter mit Anhänger aufgefahren ist. Die Motorradfahrerin argumentierte, dass der Transporter plötzlich massiv an Geschwindigkeit verlor und vor ihr einscherte.

Fahrerflucht des Opfers

Der Transporter beging aber Fahrerflucht, was ein weiteres Ermitteln unmöglich machte. Des Weiteren hat sich der Fahrer auch nie der Öffentlichkeit gezeigt oder sich bei der Polizei gemeldet. Allerdings war es nun die Aufgabe der Motorradfahrerin den plötzlichen Spurwechsel und weitere Fehler des Transporters zu beweisen. Dies war der Motorradfahrerin leider nicht möglich.

Abstand halten!

Daraus lernt man wiedermal, wie wichtig es ist, Abstand zu halten. Wenn plötzlich ein anderes Auto vor Ihrem Auto einschert, dann bremsen Sie lieber ab, als dass Sie weiter beschleunigen. Denn, wie Sie sehen, sind Sie letztlich der Schuldige!

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